Archiv für den Monat: Januar 2014

Berge, Seen und Vulkane

Ich sitze mit einem kalten Bier im Garten von Ricardo und habe einen großartigen Blick auf den Vulkan Villarica in der Nähe von Pucon in Chile. Ricardo haben wir Weihnachten kennen gelernt und sind seiner Einladung natürlich gefolgt :-)

Hier sind wir gemeinsam mit Sven und Sonja vor zwei Tagen angekommen und es ist unglaublich schön! Das Wetter ist großartig, das Essen, der Standplatz, die Leute, die Hund, die kleinen Katzen und die Sicht auf die Berge auch. Frerk ist gestern mit Ricardo und seinen Söhnen Bruno und Miro nach Santiago gefahren, um sein Windsurfgepäck bei einem Bekannten abzuholen. Er wird am Samstag morgen wieder hier sein, so dass ich die nächsten Tage “sturmfrei” im Willi habe. Govi, halb Italiener, halb Schweizer, schaut zur Zeit nach den Tieren und dem Haus, so dass wir die nächsten Tage hier zu viert sind.

Aber wie immer, ich versuche mal ein bisschen geordnet zu berichten.

Das letzte Mal geschrieben haben wir in El Bolson, Argentinien. Dort waren wir auf einem Campingplatz, der gleichzeitig eine Brauerei ist, wie praktisch! In Argentinien gibt es viel selbstgebrautes Bier und es schmeckt tatsächlich richtig gut.

Von dort ging es durch die Andenausläufer in die Nähe von Bariloche in die Colonia Suiza auf einen netten, aber sehr vollen Campingplatz. Die Straße dorthin war am Ende etwas abenteuerlich, aber unser Auto macht das locker mit. Das Wetter war an dem Tag so gut, dass wir sogar im See baden konnten, herrlich! Zur Zeit reisen wir weiterhin gemeinsam mit Sonja und Sven, das passt sehr gut und macht Spaß.

Am Tag drauf war es allerdings schon wieder recht kühl, so dass wir zu viert eine Wanderung auf den Cerro Lopez unternommen haben. Von dort hatte man eine wunderbare Sicht auf den See.

Eigentlich wollten Frerk und ich am Tag drauf für zwei Tage in die Berge, aber das Wetter war gruselig (nass und kühl) und uns wurde den Rangern abgeraten, da zusätzlich sehr starker Wind angesagt war. Irgendetwas oder jemand will anscheinend nicht, dass wir wandern.. Stattdessen waren wir in Bariloche, die Stadt der Schokolade. Hier wird nicht nur überall Bier selbst gebraut, sondern auch Schokolade hergestellt, lecker!! Außerdem haben wir nochmals Geld zu einem super Kurs getauscht.

Am 22. Januar war der Wind nicht mehr ganz so stark, so dass wir mit dem 8er Kiten gehen konnten. Frerk hat seine ersten Sprünge probiert – der Rücken macht nach wie vor alles gut mit und verlernt hat er auch nix :-)

Am Donnerstag sind wir dann mit zwei Autos – Sonja und Sven haben wir abends wiedergetroffen – die “Ruta de los siete Lagos”, die Straße der sieben Seen, gefahren. Sie führt durch einen Nationalpark und eigentlich fährt man an viel mehr als sieben Seen vorbei. Die Straße war teilweise asphaltiert und supergut, teilweise aber auch Schlagloch an Schlagloch, so dass besonders der Sprinter von Sven und Sonja sehr langsam fahren musste. Da es vorher viel geregnet hat, war die Straße noch schlechter als gedacht. Aber mit etwas Zeit und Geduld sind wir abends auf einem Campingplatz am Lago Lacar angekommen.

Dort haben wir das Wochenende mit unglaublich vielen Argentiniern verbracht, die wie immer tierisch gegrillt haben (wir natürlich auch!). Es gab Mate und am Abend live Musik am Strand. Sven hat ein aufblasbares Kajak dabei, dass wir nun endlich mal aufbauen konnten, da es fast windstill war – eine Wohltat nach dem patagonischen Dauersturm. Es war herrlich, über den glasklaren See zu paddeln und das Panorama der Berge zu genießen!

Am Sonntag ging es dann wieder Richtung Chile. Wir sind durch einen wunderschönen Auraukarienwald gefahren mit Blick auf einen beeindruckenden Vulkan. Ein kurzer Badestopp am einkalten Bergfluss und dann ein recht entspannter Grenzübergang. Abends sind wir dann hier bei Ricardo angekommen und  – wie sollte es anders sein – es wurde natürlich gegrillt, Feuer gemacht und leckerer chilenischer Wein getrunken. Es ist unglaublich, wie gastfreundlich die Menschen hier sind.

Das Wetter ist zur Zeit hervorragend, so dass wir die Zeit hier in vollen Zügen genießen! Ich habe gehört, bei euch ist es kalt :-)

barilochebispucon

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Endlich wieder Sommer!!

Nach 180 km Schotterstraße und einer Übernachtung an einem kleinen Fluss sind wir bei der “Cueva de los Manos” angekommen. Das sind Höhlenmalereien der Ureinwohner, die über 9000 Jahre alt sind. Sie haben ihre Handabdrücke und Jagdszenen in einem überwältigendem Canyon hinterlassen. Am Tag drauf sind wir durch den Canyon gefahren und nachmittags in Los Antiguos angekommen. Es wurde schon auf der Fahrt immer wärmer und in Los Antiguos war nun endlich wieder Sommer!! Hier fand zum 25. Mal das Kirchenfest (Fiesta de las cerezas) statt. Die Stadt und der Campingplatz waren unglaublich voll, es herrschte Festivalatmosphäre vom feinsten, was in Argentinien heißt, dass überall gegrillt wird und aus jedem Auto tierisch laute Musik schallt. Außerdem gab es eine Art Rodeo, überall Kirschen und abends Konzerte. Als wir am Samstag in die Konzertarea kamen, mussten wir allerdings feststellen, dass es ein unalkoholisches Fest ist.. Zum Glück gab es eine Bar, in der wir unseren Bierdurst stillen konnten.

Mit Kater und ordentlich Kirschen ging es dann wieder nach Chile, da wir die argentinische Pampa nicht mehr sehen konnten und der Weg über Chile die reizvollere Strecke ist. Beim Grenzübergang wir ziemlich auseinander genommen worden: die Kirschen noch schnell aufgegessen, Pfefferkörner weg, diverse Gewürze, Obst usw., selbst Freaks Portemonnaies wurde gefilzt. Locker flockig sind wir wenigstens nicht abgeführt worden :-)

Auf der chilenischen Fähre über einen riesigen Binnenlandes haben wir gleich die nächste Einladung von Frerks Namensvetter Fernando bekommen und einen sehr gepflegten und chilligen Abend auf seiner Terrasse in Coihaique genossen. Natürlich wurde gegrillt ! Ein sehr netter Typ der nur, weil Frerk Windsurfer ist, uns gebeten hat noch zu bleiben. Ein super leckerer Lachs hat uns dann auch noch überzeugt und da eh Ölwechsel und Autowäsche anstanden, hat es super gepasst. Leider war der Homespot von Fernando zum Kiten nicht geeignet.

Weiter gen Norden ging es auf der Carretera Austral, der berühmt berüchtigten Abenteuerstraße im Nirgendwo. Schlagloch an Schlagloch, super schöne Bergüberfahrten und eine ziemlich lange Baustelle haben wir gemeistert. Natürlich alles ohne Teer, dafür viel Staub und echt große Schottersteine.

Im Parque National Queulat waren wir in einem total grünen, verwunschenem und dschungelähnlichem Wald wandern. Zur Belohnung konnten wir einen hängenden Gletscher mit großen Wasserfällen von unten bestaunen.

Unser nächster Stop war am Donnerstag recht spontan auf einem Campingplatz “Cara del Indio” am Rio Futaleufu, auf dem wir Raften waren. Dort war eine Gruppe von professionellen Kajakfahrern aus Deutschland und Österreich, die sagten, dieser Fluss sei einer der sieben “Flussgötter” auf der Welt. Das Wasser war total klar und in Trinkwasserqualität, riesige Wellen und unglaublich schöne Berge drum herum. Wir sind zu viert plus Guide in einem Schlauchboot den Fluss runter geschossen, was tierisch Laune gebracht hat!! Zwischendurch konnten wir noch von einem ca 10 m hohen Felsen springen und eine Passage ohne Boot bewältigen. Wow!
Abends gab es dann gerilltes Cordero (Lamm) und eine super Geburtstagsparty von Gunnar, einem in Bayern lebenden Hamburger.

Am Tag drauf ging es über weitere Schotterstraßen zurück nach Argentinien in den Ort El Bolson, einem Dorf, dem der Ruf “Hippie-Aussteiger-Künstler-Dorf” vorauseilt. Als wir gestern Abend in der Stadt waren, waren wir allerdings etwas enttäuscht. Aber da der Campingplatz nett ist und wir hier Sven und Sonja wieder getroffen haben, nutzen wir den Tag für`s Bloggen, Wäsche waschen und Auto aufräumen. Morgen geht`s dann weiter nach Bariloche und die “Ruta de los siete Lagos”.
Wie ihr seht, geht es uns prima, Reisen ist großartig :-)

CuevabisBolson

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29.12.2013 bis 08.01.2014

Das Wetter ist immer noch miserabel. SEHR windig und kühl. Das Ende der Welt, Ushuaia, haben wir im Schneesturm verlassen. Dementsprechend waren die Schotterstraßen schlammig und durchlöchert. Zum Glück bleibt Willi nicht so schnell stecken.
Das Kiten in der Magellanstraße hat tatsächlich geklappt!! Und zog noch folgende lustige Geschichte nach sich: Wir haben eine guten Spot in der Nähe der Fähre, die Feuerland mit dem Festland verbindet, gefunden. Der Wind war zwar recht böig, passte aber für unseren neuen 8er Schirm. Da wir zur Zeit nur ein Brett hier haben, sind wir nacheinander gekitet. Als auch Frerk fertig war – der Rücken macht das Kiten weiterhin gut mit – kam ein Auto der chilenischen Marine (Armada de Chile) mit zwei Offizieren zu uns gefahren. Sie sagten, dass das Kiten hier, bzw. in der gesamten Magellan Str. verboten wäre, da es zu nah an den Schiffen ist (wenn die wüssten, wie es in der Kieler Förde zugeht!), bzw. wegen der gefährlichen Winde und Strömungen. Sie luden uns aber zu einem “Once” ein, das ist die vierte Mahlzeit am Nachmittag in Chile, und fuhren dann mit der Fähre zurück auf die andere Seite. Als wir auf dem Festland ankamen, bekamen wir erst einmal eine Privatführung durch den eigentlich geschlossenen Leuchtturm und anschließend luden die beiden uns zu sich in die Station ein. Sie waren sichtlich aufgeregt und meinten, das wir die ersten Gäste in der Station wären.. Nach netten Plaudereien, vielen Fotos und Kaffee tauschten wir zum Abschied Silvies Buttons (einen mit Hamburgwappen, einen vom Jolly Roger, der Fankneipe des FC St. Pauli) gegen ihre Militäranstecker und machten uns erneut auf den Weg zur verlassenen Estancia San Gregorio.
Top Bilder mit schönen Sonnenuntergang.
Weiter ging es nach Puerto Nasales, wo wir Sylvester mit Silvie, Sonja und Sven gefeiert haben. Diesmal mit vier Gänge Menü und ohne Feuerwerk, dafür aber mit einer netten Party im einzigen Pub der Stadt. Neujahr haben wir trotz Wind und kalter Temperaturen in einer Ruine lecker gegrillt.
Tag drauf sind wir nach El Calafate/Argentinien gefahren, leider ist dabei die Bremse vorne rechts sehr heiß geworden, aber dazu später mehr.
In Calafate mussten wir erst mal die frischen “chilenischen” Dollar wieder in Argentinische Pesos wechseln (der Schwarzmarkt Wechselkurs beschert ca. 25% mehr Geld). Glücklicherweise haben wir Thomas und Pia, zwei Bayern getroffen die umbedingt Dollar benötigten :-) Da diese gerade aus Bolivien kamen, gab es dazu noch die ersten Kokablätter und viel Geld aufm Tisch.

Nach einem schönen Tag auf dem freien Campingplatz Lago Roca, mit dazugehörigen See und einer weiteren Kitesession ging es zum atemberaubenden Gletscher Perito Moreno. Einer der wenigen Gletscher die noch wachsen, da er zur größten Eisfläche außerhalb der Antarktis gehört. Er mündet in den LAgo Agentin, direkt vor einer Halbinsel von der diese Riesen Eismasse bewundert werden kann. Bis zu 60m hoch überm Wasser und bis 110m unter Wasser ! Es bewegt sich in der Mitte mit ca. 10m pro Tag und am sichtbaren Ende mit ca. 1-2m. Deswegen knackt und knarzt er ständig (sehr laut, ähnlich wie donnern) und es fallen fette Eisbrocken mit Getöse in den See. Ein wirklich schönes Naturschauspiel, fast hautnah.
Den Montag haben wir für das Reparieren der Bremse genutzt, was ziemlich lange gedauert hat, da fast alle Schrauben mit einem 2m langen Hebel gelöst werden mussten und ein Bremszylinder fest saß. Dieser konnte wieder gängig gemacht werden, leider ist dabei der halbe Zylinder abgebrochen…..Ersatzteile gibt es in Argentinien meistens nie und deswegen für Willi auch nicht. Die Antwort von jedem Verkäufer oder Techniker lautet immer Chile, nur dort gibt es Ersatzteile. Achja, Bremsen tut er jetzt wieder gut und Chile gibt es dann wohl auch nen neuen Zylinder.
Am 7.1. sind wir mit Gegenwind von 100kmh und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 45kmh in El Chalten angekommen. Hier wollten wir eigentlich beim Fitz Roy wandern, allerdings hat es in der Nacht tierisch gestürmt und geregnet, so dass wir morgens kurzentschlossen die Pläne geändert haben und weiter gen Norden gefahren sind. Keine Lust mehr auf Regen, Kälte und Wind!

Feuerland_Sylvester

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