erste Eindrücke aus Bolivien !!!

Wir sind nun seit 10 Tagen in Bolivien und haben das Gefühl, schon richtig angekommen zu sein – mit Höhen und Tiefen..  Wir erleben hier jeden Tag abgedrehte Dinge, so dass es sich schon viel länger anfühlt.

Angefangen hat es eigentlich schon direkt nach dem Grenzübergang. Auf einer Straße im Nirgendwo haben wir einen liegengebliebenen PickUp mit zwölf Bolivianern auf der Ladefläche mit Werkzeug ausgeholfen. Da der Keilriemen gerissen war, haben wir vier Trucker eingeladen und mit nach Uyuni genommen – die knapp 400 Kilo waren beim Fahren ordentlich zu merken.

In Uyuni angekommen sind wir erstmal über den Markt geschlendert. Hier wird viel Lamafleisch gegessen und es gibt ziemlich viel Gemüse, was wir noch nie gesehen haben. Abends haben wir für 12 Bolivianos (ca 1,30 €) gegessen. Geschlafen haben wir an einem “Zug-Friedhof” in der Nähe der Stadt. Dort stehen Züge, die teilweise über 100 Jahre alt sind und seit einigen Jahren oder Jahrzehnten nun dort vor sich hin rosten.

Auch in Bolivien treffen wir immer wieder Reisende, mit denen wir Tipps über die Routen, Orte und Schlafplätze austauschen können. So zum Beispiel auch eine französische Familie mit zwei Kindern, die in einem alten Renault-Truck in Kolumbien gestartet sind (www.dacaluf.com). Ende der Reise nicht geplant. Von ihnen kam noch der Tipp, dass wir Willi einölen lassen sollten, bevor wir auf den Salar fahren, damit das Salz nicht direkt an den Lack kommen kann. Letztendlich handelt es sich um Altöl, dass mit einer Druckluftpistole auf den Unterboden gespitzt wird.. Naja, wenn`s hilft :-)

Der Salar war der absolute Hammer!! Es handelt sich um den größten Salzsee der Welt und wir hatten Glück – es hat länger nicht geregnet, so war der Salar weitgehend trocken und wir konnten mit dem eigenen Auto rauffahren, ohne das Gefühl zu haben, dass wir einbrechen könnten. Endloses weites Weiß, ein paar Spuren der Tourenjeeps auf den Hauptrouten und in der Mitte eine Insel mit riesigen Kakteen. Man kann beim Fahren die Augen schließen und wenn man sie wieder öffnet, sieht es immer noch genauso aus. Gut, das wir ein GPS haben, sonst wäre man ziemlich verloren gewesen! Von der Insel hatte man einen wunderbaren Ausblick auf den Salar, dort haben wir außerdem noch zwei sehr lustige Kanadier auf Motorrädern getroffen, die sich sehr über unseren Instantkaffee gefreut haben – manchmal haben wir doch das Gefühl, luxuriös zu reisen :-)

Am zweiten Tag sind wir am Rande des Salars in ein Dorf gefahren, um zu einem weiteren Aussichtspunkt zu wandern – auf 4300 m! Von dort hatten wir einen großartigen Blick über den Salar in die eine Richtung und auf einen beeindruckenden Vulkan in die andere. Auf der Höhe allerdings schon tierisch anstrengend! Damit wir die Höhe besser vertragen (wir sind seit ca drei Wochen auf über 3000 m) haben wir Koka an Bord – als Tee oder kauen, das hilft!

Zurück in Uyuni haben wir Willi als erstes waschen lassen. Nach weiteren Besorgungen am nächsten Tag (das dauert hier alles etwas länger, da es keine Supermärkte gibt, sondern nur kleine Tiendas) fuhren wir Richtung Potosi. Die Straße ist erst letztes Jahr fertig gestellt worden, so dass sie in sehr gutem Zustand ist. Unglaublich schöne Berge, fast kein Verkehr, kleine Dörfer und Lamaherden überall, wunderbar!!

Der Kontrast kam in Potosi. Durch den Silberabbau einst die reichste Stadt der Welt, heute eine chaotische Großstadt in den Bergen auf 4000 m. Nach einiger Suche haben wir ein passendes Hostal mit Parkplatz gefunden. Im “Cerro Rico” (reicher Berg) wird heute noch Zink, Zinn, Blei, das restliche verbliebene Silber und andere gesunde Sachen abgebaut. Wir haben für den folgenden Tag eine Besichtigungstour gebucht – ein sehr eindrückliches und unvergessliches Erlebnis!

Zuerst fuhren wir mit unserem Guide auf den Mercado Minero, wo es alles gibt, was die Mienenarbeiter so brauchen: Koka, Getränke, Alkohol (96°, aber zum Trinken gedacht, wir mussten natürlich auch probieren und sind nicht erblindet!), Zigaretten und Dynamit! Der Guide erzählte uns, dass Potosi der einzige Ort auf der Welt ist, an dem man Dynamit ohne Registrierung kaufen kann – haben wir natürlich gleich gemacht, um sie an die Mineros zu verschenken. Anschließend haben wir Schutzkleidung bekommen und los ging es in den Berg. Bergbau wie vor 200 Jahren. Der Eingang ist 1,50 m hoch und die Lore wird von drei kakokauenden Bolivianern geschoben. Ziemlich unheimlich anzuschauen: kleine, enge Gänge, die mit zweifelhaften Holzstäben abgestützt werden, wenig vertrauenswürdige Seile, an denen wir uns ab- und aufseilten. Zu der wenigen Luft auf 4300 m noch der ganze Staub, das beklemmende Gefühl und die hörbaren TNT Explosionen. Nachdem wir dem Bergteufel Koka, Zigaretten und Alk geopfert haben, saßen wir schlussendlich in einer kleinen Nische mit zwei Mineros, die unser mitgebrachtes TNT gleich für eine Sprengung benutzt haben. Zum Glück haben sie “erst” gezündet, als wir 20 m weit entfernt waren… Was für ein befreiendes Gefühl, nach zwei Stunden das Tageslicht wieder zu sehen!!

Auch wenn das bolivianische Essen uns bisher gut geschmeckt hat, irgend etwas haben wir wohl nicht vertragen… mit etwas Verzögerung haben wir anscheinend dieselbe Sch… zwei Tage fahren mit mehreren Zwangspausen brachten uns nach La Paz ins “Hotel Oberland”, die einen netten Stellplatz und ein sauberes Klo haben. Hier bleiben wir erstmal, bis wir wieder fit sind. Dann werden wir Willi zu einer der besten Werkstätten von Südamerika bringen, um Ölwechsel und einige Kleinigkeiten erledigen zu lassen. Wir werden uns La Paz anschauen und irgendwann weiter Richtung Titicacasee aufbrechen. Immerhin geht es schon wieder so gut, dass wir bloggen können (vielleicht auch Dank des Tipps von Sven und Sonja? Guter Schnaps und Bananen!!), das lässt hoffen :-)

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Ein Gedanke zu „erste Eindrücke aus Bolivien !!!

  1. Wera + VADDER

    Hallo Ihr Zwei,
    schön wieder etwas von Euch zu lesen :-) ja-ja, es ist mit sicherheit alles sehr spannend – und -
    und es sind bleibende Eindrücke vom Erlebten – genießt es -

    wir freuen uns mit Euch

    Wera und ICKE

    Antworten

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